Rasmus Poulsen (34) wuchs als jüngster von drei Brüdern wohlbehütet auf einer Farm in West-Jütland auf und wollte die Welt sehen. Er ist einer der wenigen Polizisten, die immer an das Gute im Menschen glauben. Dabei hätte ihn seine fünfjährige Arbeit bei der Kopenhagener Polizei etwas anderes lehren können. Rasmus liebt die Spannung und freut sich auf Einsätze, bei denen er nicht weiß, welches Problem auf ihn zukommt. Jeder Tag birgt neue Geheimnisse, neue Herausforderungen.
Rasmus ist ein fröhlicher Mensch, der viel Ruhe und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Mit seinen Mitmenschen kommt er meist gut aus, was man von seiner Beziehung zu vielen Kollegen nicht behaupten kann. Durch seine angstfreie Naivität, mit der er der Welt begegnet, wirkt Rasmus auf viele Polizisten einfältig und oberflächlich. Doch diese Annahme ist weit gefehlt.
Gerade weil er davon überzeugt ist, dass der Mensch gut ist, macht er sich jeden Tag aufs Neue auf die Suche nach der Ursache für das ganze Unheil, das die Menschen in der Welt anrichten. Die Tatsache und das Gefühl, niemals befriedigende Antworten auf seine Fragen zu erhalten, schmerzen Rasmus. Viele seiner Bekannten halten ihn nicht für besonders intelligent, es wurde auch vermutet, er sei Legastheniker.

Es fällt ihm schwer, zu Frauen ein ernsthaftes Verhältnis aufzubauen. Meist trennt er sich, bevor das Verhältnis zu eng wird. Er hat Angst, verletzt zu werden. Jonas, der auf der Polizeischule zu Rasmus bestem Freund wird, unterstützt und bekräftigt ihn in seiner Entscheidung, zum Sicherheitsdienst zu gehen. All diese Erlebnisse und Vorfälle festigten Rasmus' wahres Motiv, das ihn von der Farm zur Polizei und schließlich zum persönlichen Sicherheitsdienst zog: eine unstillbare, immerwährende Neugier nach dem Rätsel der Menschheit.